War niemalen ein sondersam frölich kindt/maßen auf dem landgute des lieben Vatters nur mit Ältern aufwachsete und folglich ihrem Contenieren mich anschlos/alsobald heraus fandt/wie’s in der weldt wohl zuginge.

Der Vatter/recht betaget schon/war alles Gehabten verlustich/wann der Todtentantz gedanzet/und Anno MDCXLVIII [1648] Frieden gemachet wardt. Land/Leüdt/und Gut dahin/er selbst des meißten Golds* beraubet/so fristet er hinfort seyn Daseyn im kleinen Flecken Eulroda nicht fern des bekandten Suhle. Und hatt ein liebendes Aug auf mich und mit herzlichster Stränge dafür sorgte/daß nicht zum flatterhafften Jüngling/sondern zum respektirlichen Ernsthafft geworden bin.

Feierte den Tag meiner Geburt nun stets am Charfreythage/da selbst das rechte Datum nicht gewisset/auch der liebe Vatter in Kindheitsthagen nur immer von seinem Kreutzbuben geredt/sintemalen an jenem hochHeiligten Feste/da unser HErr das Haubet geneiget/und seynen Leyb der Vernichtung anheyme gestellet/mir daselben ein Leben geschencket ward/und Tod und Aufferstehen gleichsamb in eins/voller Sinnbildlicher Krafft mir immer vorm Aug gehalten.