… Liebe, ach du flatterhafftes Ding …

Blasius von Manstedten auf Freiersfüßen

Der Liebende

Auch wenn das Charakterbild, das unser Protagonist durch seine literarischen und musikalischen Schöpfungen von sich zeichnet, keine wirklichen amourösen Eskapaden erwarten läßt, so ist doch nicht zu verkennen, daß er in erstaunlich großen Intervallen von gewissen Anwandlungen befallen wurde, die wir mit einiger Freizügigkeit als »Verliebtheiten« klassifizieren wollen.

In Abständen von jeweils etwa einem Jahrzehnt trug sich Blasius von Manstedten tatsächlich mit Heiratsgedanken – sei’s unter dem Einfluß des Bibelwortes, wonach der Mensch nicht allein sein solle, sei’s im Hinblick auf einen möglichen Erben seines am Ende doch nicht ganz unbeträchtlichen Besitztums. Von den Kandidatinnen, denen er zwischen 1689 und 1730 seine Zuneigung glaubte schenken zu wollen, sind uns bislang zwei namentlich bekannt:.