Dintenfaß, oh! Dintenfaß /
Machest meyn scripturen naß /
Schwärzest alls / was ich geschrieben /
Was bist du nicht stehn geblieben /
Wie den Kiel in dich versencket?
Hätte dich wohl wer abgelencket?
Statt den Schlund mir hin zu reichen /
Wollt’st der Feeder auß du weichen /
Kehrst dich ab vom Christenmenschen /
Oh du wanckelmüt’ges Kännchen /
Dem’s der Sathan eingegeben /
Alß von mir hinfort zu streben /
Wo soeben angehoben /
Reimend unsern HErrn zu loben:
Schwärze itzt / wohin ich schau /
Daß mich nicht zu rühren trau /
Starr’ auff eynen Sünden=See /
Voller Schmertz unnd Seelen=Weh /
Weilln die eckle Galle schwimmt
Unnd mir meyn scripturen nimmt.

So geschieht’s heünt / wie so offt /
Daß der Sathan unverhofft
Sich mit einem Dintenhieb /
Das verschaffet / was uns lieb.